Hier finden Sie meine Positionen, welche Themen mich bewegen und wofür ich stehe.


Arbeit
Von Haus aus bin ich Informatikerin. Als Frau in einer männerdominierten Branche habe ich selbst erfahren, wie schwierig es ist, sich zu behaupten. In der Informatikbranche ist der Druck besonders hoch. Nicht nur, dass sich die Technolgie laufend weiterentwickelt und man aufpassen muss, den Anschluss nicht zu verpassen. Man muss auch ständig Angst um seinen Job haben, dass dieser nicht in ein anderes Land ausgelagert wird. In der Informatik wird gerne am falschen Ort gespart und an anderen Orten Millionenbeträge in den Sand gesetzt. Die Materie ist oft komplex und die Kommunikation zwischen Auftraggeber und Angestellter gestaltet sich schwierig. Teilzeitstellen scheinen in der Informatik noch nicht erfunden, 80% scheint das höchste der Gefühle, wobei oftmals mehr gearbeitet wird, als im Vertrag festgeschrieben ist, teilweise werden die Überstunden einfach dem Arbeitgeber geschenkt und nicht aufgeschrieben.

 

Datenschutz
Bei diesem Thema lächeln viele und sagen, dass sie nichts zu verbergen hätten. Wirklich nicht? Interessanterweise hat der NSA-Überwachungsskandal, welcher durch Edward Snowden aufgedeckt wurde, in der Schweiz kaum Wellen geschlagen, ganz anders in Deutschland. Doch auch uns betrifft dieses Thema, mehr denn je. Wir gehen selbst fahrlässig mit unseren Daten um, aber auch andere gehen fahrlässig mit unseren Daten um. Die grossen Unternehmungen werden viel zu wenig überwacht. Aber der Datenschutz und insbesondere das Verständnis für den Datenschutz beginnt schon im Kleinen.
Ich möchte Ihnen zu diesem Thema das Buch „Kämpf um deine Daten“ von Max Schrems ans Herz legen. Der junge Mann hat sich mit den ganz Grossen angelegt: er verklagte Facebook.

 

Bildung
Bildung ist die einzige Ressource, die wir haben. Ich bin vielfach während meiner Ausbildungszeit zwischen alten und neuen Systemen hin und her gereicht worden. Die Sekundarschule habe ich noch ganz klassisch hinter mich gebracht, mit dem System der Sekundarschule, Real- und Oberschule. Ein oder zwei Jahre später änderte das System. Als ich dann das Gymnasium abbrach und eine Lehrstelle suchte, konnte ich mich nur bewerben, wenn ich einen Basiccheck (oder Multicheck) vorweisen konnte. Dies war eine drei bis vierstündige Prüfung für 300 Franken, die wir absolvieren mussten, damit die zukünftigen Lehrmeister unsere Fähigkeiten beurteilen konnten, weil sie dies aufgrund des Zeugnisses und der veränderten Ausbildungssysteme nicht mehr konnten. In der Lehrausbildung waren wir wieder in einer Pilotklasse und im Studium dann wieder in einem Studiengang, der ein Auslaufmodell war. Solche tollen Sprüche wie „nächstes Jahr wird es besser“ habe ich zu Genüge gehört, interessiert mich aber um ehrlich zu sein wenig, wenn man selbst dann nicht mehr da ist.
Ich bin nicht begeistert davon, dass sich die Schulsysteme mittlerweile schon nicht mehr nur von Kanton zu Kanton, sondern auch von Gemeinde zu Gemeinde unterscheiden. Sicherlich hat jedes System seine Vor- und Nachteile, fördert und fordert unterschiedlich. Aber weshalb konnte man sich nicht auf ein System einigen?

Kennen Sie die Hochschule Rapperswil? Ihre Informatikausbildung geniesst einen guten Ruf. Im Gegensatz zur ZHAW, wo ich studiert habe. Beide Schulen bieten den gleichen Abschluss an, den Bachelor of Science in Informatik. Wir haben mittlerweile amerikanische Verhältnisse, wo der Ruf der Schule einen entscheidenden Einfluss auf die Bewertung des Titels hat. Ein Bachelor an der ZHAW ist folglich weniger wert, als einer von Rapperswil. Natürlich werden Sie an beiden Schulen talentierte und weniger talentierte Abgänger finden, aber achten Sie mal darauf, wenn Sie mit Studenten oder Arbeitgebern sprechen, was die von den einzelnen Hochschulen halten. Sie werden überrascht sein!

 

Gesundheit
Die Gesundheit ist unser wichtigstes Gut. Wir müssen der Gesundheit Sorge tragen und hier sehe ich die Politik in der Verantwortung, geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen, sodass die Gesundheit erhalten bleibt. Aber auch Aufklärung ist sehr wichtig. Was bedeuten einzelne Erkrankungen? Pro Mente Sana und der Kanton Zürich haben gerade eine Kampagne „Wie gehts dir?“ lanciert (URL: https://www.wie-gehts-dir.ch/) mit dem Untertitel „Wir reden über psychische Gesundheit und Krankheiten“. Eine sehr wichtige Frage, doch man darf die Antwort nicht fürchten. Psychisch Erkrankte leiden immer noch unter zahlreichen Vorurteilen, das ist nicht nur unfair den Betroffenen gegenüber, sondern erschwert das Zusammenleben mit Freunden und Verwandten, aber auch das Arbeitsleben kann davon beeinträchtigt werden. Wann haben Sie das letzte Mal jemanden gefragt, wie es ihm gehe und eine ehrliche Antwort erwartet? Vielleicht ist es an der Zeit das jetzt zu tun.

 

Umwelt
Der Gegenpart zur Gesundheit ist die Umwelt. Sie beeinflusst unser Wohlbefinden direkt. „Der Mensch ist ein Geschöpf der Natur“, höre ich öfters, wir seien Teil der Natur. Weshalb verhalten wir uns dann so rücksichtslos unserem Planeten gegenüber? Wir müssen zwingend heute beginnen unsere Umwelt zu schützen. Jeder von uns kann einen kleinen Beitrag leisten. Wussten Sie, dass wir heute alleine durch Strom sparen, ein ganzes AKW einsparen könnten? (URL: https://www.ktipp.ch/artikel/d/die-schweiz-kann-sich-heute-schon-akw-sparen/)